Am Sonntag kam meine Mum und ihr Mann zu mir nach Hamburg. Sie hatten meine ganzen Sachen mitgebracht die ich nicht in mein Koffer reinpassten zB. Schreibtisch, Bürostuhl, Lautsprecher, Bettwäsche und so weiter.
Danach machten wir auf deren Kosten (Danke nochmal ;) ) ein Ausflug in Richtung Hafen. Andreas wollte unbedingt durch den alten Elbtunnel gehen. Und die beiden hatten tierischen Kohldampf. Wir suchten auf einem Sonntag(!) vergeblich lange einen Parkplatz. Als wir dann doch noch ein Platz zum parken gefunden hatten, begaben wir uns richtung Reeperbahn. Was sollte man denn auch an einem Sonntagnachmittag in Hamburg machen? Wir spazierten also den Hafen entlang, als mir ein bestialischer gestank von Fisch und Urin in die Nase kroch. Wow! Ich war noch nie in eine Stadt, was nach Fisch und Urin gerochen hat. Bis auf Italien... Aber das ist was anderes.
Nach langem laufen erreichten wir die Davidsstraße. Da, wo die ganzen assis sitzen. Da, wo Menschen komisches Zeug reden. Da, wo Frauen nachts komisch rumlaufen. Und da, wo es eine Straße nur für Männer gibts. Da haben wir IN HAMBURG bei einem Vietnamesen gegessen. Hier in Hamburg laufen ziemlich viele Asiaten rum. Touristen-Asiaten und ganz viele Integrations-Asiaten. So, wie ich es einer bin. Klar... In Hamburg gibts auch lecker Fisch. Und hier riecht es auch wie Zuhause. Nach Fisch und Urin.
Das war natürlich nur ein Scherz. Klar gibt es hier viele Asiaten. Kommt davon, wenn man sein Land überbevölkert. Das war natürlich auch ein Scherz.
Nach dem Essen schlenderten wir runter. Da waren wir. The one and only: Reeperbahn. Ich vergaß total die Zeit. Ich vergaß, dass es ein Sonntag war. Die Straße war voll und überall liefen Menschen rum. Alle liefen an der Davidswache vorbei. Penner, Asiaten, Deutsche... Nur Polizisten hat man keine gesehen. Welch Ironie.
Wir besuchten ein paar Läden und auf dem Weg sah ich es. Noch nie hatte ich solche Gefühle für etwas empfunden. Ich weiß nicht was es war. Eine Mischung aus Freude und Schmerz, weil ich es mir nicht leisten konnte. Eine Schwarz-rot-braun karrierte Converse All-Star mit weißen Schnürsenkel. Es war ein wunderbarer Anblick.
Als wir dann die Straße durch hatten... Moment... es war anders... GENAU!
Als meine Mutter keine Lust mehr hatte die Straße weiter zu gehen, gingen wir zurück und besuchten dann ein Wachfigurenkabinett. War ziemlich interessant. So interessant, dass ich nicht nicht weiterschreiben werde, weil ihr es selber sehen solltet. Doch eines sei gesagt. Syphilis ist sau ecklig.
Am Ende unserer Reise durchquerten wir noch die Elbe mit dem Elbtunnel.
Im Großen und Ganzem war es sehr Informativ und ich hab wieder was über meine neue Heimatstadt gelernt. Und ich bedanke mich nochmal bei Mum und Andreas.
Mittwoch, 20. August 2008
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